Mai 25th, 2011

Narrenspital Hörspiel-Premiere Mittwoch, 25. Mai, 19.30


In den Räumen des Narrenspitals rührt der Wahnsinn die Trommel:
Der eine hört Stimmen, den anderen lenken Dämonen, ein dritter schreibt Briefe mit wechselnder
Identität an Dr. Schlitz, den Anstaltsarzt und so fort. Hier ist unsere Realität ausser Kraft
gesetzt, Schwerkraft und Grammatik haben ihren Schrecken verloren. Verhandelt werden
die Tonerzeugung vermittelst des eigenen Trommelfells, der Empfang des universalen
Äthers durch die Ohren sowie liliputanische Sexfantasien.
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In diesen Geschichten aus dem Narrenspital – der Titel ist einem barocken Roman
entlehnt – werden narrative Fährten gelegt und verloren. Erzählt wird nicht nur mit
Worten, sondern auch mit Musik, Dialekt und aussersprachlichen Elementen.
Die Sprecherinnen und Sprecher wurden zu Narretei und Regelbruch ermutigt, zu wortloser
oder wortreicher Improvisation vor dem Mikrofon, die Musiker mit diesen lautlichen und
logischen Eruptionen konfrontiert.
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Ulrich Bassenge, 1956 in München geboren, ist Hörspielmacher, Komponist, Musiker,
Autor und Regisseur. Er spielt(e) Resonatorgitarre, Kontrabass, E-Bass und Orgel in
diversen Bands (u. a. Sparifankal, Embryo und Wuide Wachl). Auszeichnungen
u. a. Hörspiel des Monats, ARD Online Award, Civis Medienpreis.
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Komposition: Ulrich Bassenge
Musik: Ulrich Bassenge, Yogo Pausch und Tobias Schläfli
Regie: Johannes Mayr
Technik: Jack Jakob
SRF 2011
42 Min.
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Mit Barbara Falter, Ueli Jäggi, Birgit Kempker, Dominique Müller, Lars Rudolph
und Ulrich Bassenge
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Einführung zum Stück: Dr. Bassenge
Anschliessend: Opus Fatalis “Fragmentum II+III” von Jannik Giger
Aftertreatment: Dj EKT
Wer hat, bringt sein Radio mit. On Air: DRS2, 20.00 Uhr

Mai 24th, 2011

Tom Smith und Kevin Drumm, 24. Mai 20:00

Tom Smith: Electronics, Vocals

Kevin Drumm: Electronics,

Tom Smith und Kevin Drumm, zwei bekannte „Anti-Helden“ – hier positiv gemeint – der amerikanischen Experimental-Szene kommen auf ihrer „Genre ist Obsolete“-Tour auch nach Basel. Tom Smith ist der Gründer von To Live And Shave In LA. To Live And Shave In LA, kurz Tlasila, improvisieren nicht nur mit der Musik, sie improvisieren auch mit der Situation. Sie stilistisch einzuordnen wäre ein Vergehen an ihrem Konzept, ihnen ein Konzept unterzuschieben wäre ein Vergehen an ihrer Philosophie und ihre Philosophie gibt es nicht.

Auf ihrer Myspace- Seite ist zu lesen „Their avowed enemy is genre itself, their ultimate goal, unknowing.“ – Ihr erklärter Feind ist das Genre selbst, ihr letztes Ziel ist die Unwissenheit. Da werden fröhlich Stilgrenzen gesprengt und 20-minütige Lärm-Eruption von zweiminütigen, derben Pop-Dekonstruktionen abgelöst.

Tom Smith und Kevin Drumm frickeln sich unermüdlich über jegliche Genregrenzen hinweg. Tom Smith singt und Kevin Drumm bedient verschiedene elektronische Geräte. Mehr benötigen sie nicht um ihre „Anti-“Musik in die Welt hinauszutragen. Anti-Genre, Anti-Mode, Anti-Markt, Anti-Fetisch, Anti-Hip, Anti-Noise (?). Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Miterleben kann man das in Basel am 24. Mai im Plattfon. Was einem dann genau erwartet, kann man nicht sagen. Doch sicherlich nicht das, was man erwartet.

Mehr Infos: http://www.toliveandshaveinla.com/kdts2011_home.htm

Mai 23rd, 2011

Praed 23. Mai 2011, 20:00

Raed Yassin (Libanon) : Kontrabass, Electronic

Paed Conca (Ch) : Clarinette, E-Bass, Electronic

Kaspar von Grünigen: Kontrabass

Praed ist ein Libanesisches-Holländisches-Schweizerisches Duo, bestehend aus Paed Conca und Raed Yassin. Am 23. Mai werden die zwei unterstützt von Kaspar von Grünigen. Nun, was machen die? Paed Conca spielt E-Bass, Klarinette und bedient die Elektronik. Er ist Komponist und Musiker und arbeitet unter anderem mit Leuten wie Hans Koch, John Edwards und Steve Buchanan zusammen. Raed Yassin bedient den Kontrabass, die Tasten, die Elektronik und ist für die visuelle Untermalung zuständig. Neben seiner musikalischen Tätigkeit ist er häufig im visuellen Bereich tätig: Als Video- und Konzeptkünstler oder Kurator. Der Basler Kaspar von Grünigen spielt Kontrabass und ist längst kein Unbekannter mehr in der Basler Jazz-/Neue Musik-Szene.

Somit wäre das Setting mal gegeben. Was sie dann daraus mache, ist jedoch schwieriger zu beantworten. Samples von Filmen, östlicher Musik, Geräuschen, etc., untermalt mit Livemusik; Livemusik, untermalt mit Samples. Verfremdet, zerschnipselt, angezerrt, ausgedehnt, überspielt, abgespult, etc. Sicher nicht radiotauglich, dafür umso mehr Plattfon-tauglich.

Mehr Infos: http://www.myspace.com/praed

Mai 21st, 2011

Jarse, Avarus & Mik Quantius Sa 21. Mai, 20:00

Plattfon, 21. Mai 2011, 20:00: Am 21. Mai gibt es drei für eines! Dreimal Avantgard-Rock von drei schrägen Acts an einem Abend. Eröffnet wird der Reigen von dem finnischen „Songwriter“ Jarse. Er ist der Gründer der Band Shogun Kunitoki, deren Mission ist, die elektronische Musik wieder menschlicher zu machen. Alleine ist er als „Songwriter und psychedelischer Repetitions-Solist“ unterwegs. Gespensterhafte Sounds, vermischt mit traditionellem Songwriting und Minimal Music-artigen, hypnotischen Repetitionen.

Der Hauptact ist dann Avarus. Das lose Kollektiv ist in Finnland schon länger einer der bekannten Namen der Free-Rock-Szene. Gegründet 2001 sind sie in ihren zehn Jahren Bandgeschichte immer grösser, loser und bekannter geworden, wobei hier mit „bekannt“ „Geheimtipp-bekannt“ gemeint ist. Unterstützt werden sie am 21. Mai von Jeffrey Alexander von der amerikanischen „Free-Folk“-Band Black Forest/Black Sea.

Der Abschluss bildet dann Mik Quantius. Mik Quantius ist der Sänger der deutschen Krautrock-Legenden Embryo. Er ist gerade auf seiner verrückten „tour de chant“ und wird eine Solo-Gesang-Show präsentieren. Doch mit seiner Mischung aus physischer Komik, Zufälligkeiten und den verschiedensten Gesangstechniken ist er weit entfernt von Bobby McFerrin, dem Solo-Gesang-Künstler schlechthin.

Danach kann man mit DJ Ian Anüll, der mit seinem Label und Plattencovers von Ultimate Records noch bis am 30. Juni im Plattfon zu Gast ist, den Abend ausklingen lassen.

Infos:
AVARUS : http://www.secreteye.org/se/avarus.html
JARSE : http://www.myspace.com/jarseoffinland
MIK QUANTIUS : http://www.myspace.com/mikquantius

Mai 13th, 2011

Ian Anüll: Ultimate Records Opening & Konzert: Trixa Arnold 13.5.11 / 19.00.

Am 13.5.11 / 19 Uhr ist opening von der Austellung mit Ian Anüll und seinem Label Ultimate Records.
Zur Eröffnung gibt es ein Konzert mit Trixa Arnold. Sie spielt den classic Migros Lencoturntable und Vinylfundstücke von Brockis und Flohmarkt.

Ultimate Records ist ein Label, in der drei visuelle Künstler – Ian Anüll, Luigi Archetti, Marc Zeier (G*Park) – beteiligt sind.

Die Künstler verstehen sich als Keimzelle für gewagte akustische Manifestationen und glücklicher Störfall für allgemeine Kunsterwartung. Sie sind schon in diverse Kunstausstellungen und Kunsträume aufgetreten und aufgefallen.
Alle drei sind visuelle Künstler mit einer professionellen, starken Beziehung zu Akustik, Klang und Musik (Experimentelle Musik, Electronica).
Zu sehen gibt es die von den Künstlern gestalteten Covers sowie Bilder von Ian Anüll die im Format von 7″, 10″ und 12″ gehalten sind.
Zu den Covers und Bildern gibt es noch ein Video von Ian Anüll mit dem Titel Gran Via.

Mehr Infos:

http://www.art-tv.ch/5351-0-helmhaus-zuerich–ian-anuell.html

http://www.likeyou.com/en/node/16292

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